Trainee’s Diary – Part 1
Das hier ist ein Praktikanten-Tagebuch. Also ein Tagebuch über einen und von einem Praktikanten – und dieser Praktikant bin ich.
Hallo, ich bin Ellen Tanumihardja. Ich wette, über meinen Nachnamen bist du gerade zwei Mal gestolpert. Aber das ist nicht schlimm, das passiert jedem. Was dir aber nicht passieren sollte: sich bekleckern, mit Zahnpasta, am besten direkt morgens, PANIK. So erging es mir an meinem ersten Tag bei JWT in Hamburg. Zum Glück hatte ich eh schon ein Reserve-Vorzeige-Hemd am Tag vorher rausgelegt, ansonsten wäre ich wohl wie ein kleines Nagetier in eine Schockstarre gefallen.

Jetzt schweife ich aber weit aus. „Laaaaaangweilig“, denkst du dir. Scheiße. Dann fang ich noch mal von vorne an, vielleicht bist du ja eher so einer, der auf Fakten steht?! Wie du willst: ich bin Ellen, ich besitze einen komplizierten Nachnamen, den selbst Matthias Berg (noch) nicht richtig aussprechen kann, Matthias Berg ist der Vorstand der Texterschmiede in Hamburg, dort gehe ich zur Schule, jeden Tag (ich gebe zu, 7x hab ich schon gefehlt – krankheitsbedingt natürlich), tagsüber bin ich seit dem 1. April bei JWT und abends in der Texterschmiede.
Vor drei Jahren bin ich von Berlin nach Hamburg gezogen zum Studieren. Größter Fehler überhaupt. Aber ich kann von Glück sagen, dass ich nach 2 Jahren der Verzweiflung das Richtige für mich gefunden habe. Sechs Monate hab ich schon bei dpole verbracht. Ich war richtig nervös wie das wohl so wird bei JWT: Englisch sprechen, die neuen Leuten, die neue Umgebung, der neue Arbeitsweg.
Es ist jetzt meine dritte Woche und ich sitze immer noch hier. So schlimm ist es also nicht. Wirklich nicht. Ganz im Gegenteil. Ich bin sehr gespannt, was in den nächsten Monaten hier noch auf mich zukommt. Erwartungen habe ich keine an mein Praktikum. Ehrlich. Mit Ehre und Ruhm, Löwen und Nägeln kannst du mir vorerst weg bleiben. Das kann alles warten. Genau so wie Kinder kriegen, heiraten und an Riester-Rente denken. Vorerst bin ich hier, um zu lernen: Schreiben soll ja angeblich Kunst sein. Damit ich hier jetzt echt mal etwas lerne, setze ich mich an die Arbeit und sage „Ahoi“. Bis zum nächsten Praktikanten-Tagebuch. Also ein Tagebuch von mir über mich.